Die Stimme der Regionen: Energiewende positiv gestalten! Kommuniqué für die dezentrale Energiewende

Die Stimme der Regionen: Energiewende positiv gestalten!
Von %Autor am %Datum veröffentlich

Auf dem Kongress „100% Erneuerbare-Energie-Regionen“ in Kassel wurde das Kommuniqué für die dezentrale Energiewende vorgestellt. Es wird vom nationalen Netzwerk der 100ee-Regionen getragen, welches gleichzeitig als deutscher Ableger des europäischen RURENER-Netzwerks fungiert. Die Akteure fordern von der Bundes- und Landespolitik mehr Mut und Engagement für die dezentrale Energiewende. In den energiepolitisch aktiven Regionen leben mehr als 40 Millionen Menschen. Das in einem bundesweiten Dialogprozess erarbeitete Kommuniqué soll nun auch auf europäische Ebene übertragen und innerhalb der 100% RES Communities verbreitet werden.

– direkt zum Kommuniqué.

Das Kommuniqué basiert auf einer Reihe von lokalen Fachkonferenzen und Foren, die in der ersten Jahreshälfte von 2014 vom deutschen Rurener Ableger, dem 100ee-Regionen Netzwerk, geführt wurden, sowie auf die Erfahrungen der vorangegangenen 100ee-Regionen Kongresse. Es kommuniziert in gebündelter Weise die insgesamt 7 Meinungen und daraus abgeleitete politische Forderungen rund um Erneuerbare Energien deutscher Gemeinden und Regionen.  www.100-ee.de/stimme 

10 lokale Fachkonferenzen und Foren  
Weimar, Thüringen 12. Februar
Aller-Leine-Tal, Niedersachsen 19. Februar
Kassel, Hessen 4. März
Steinfurt, Nordrhein-Westfalen 5. März
Husum, Schleswig-Holstein 20. März
Freiburg, Baden-Württemberg 2.– 4. April
Frankfurt, Hessen 9. April
Preetz, Schleswig-Holstein 13. Mai
Dessau, Sachsen-Anhalt 21. Mai

Die Energiewende in Deutschland ist ein großer Erfolg und wird von 90 % der Bevölkerung befürwortet. Sie ist neben dem erforderlichen Beitrag zum weltweiten Klima- und Ressourcenschutz die Chance für eine erfolgreiche Wirtschaftsentwicklung und dauerhafte Versorgungssicherheit. Die Energiewende in Deutschland entwickelt sich aufgrund der physikalischen Eigenschaften der erneuerbaren Energien weitestgehend in dezentralen Strukturen.
Regionen übernehmen bereits jetzt zusammen mit dem Bund und den Ländern eine große Verantwortung in der Umsetzung der Energiewende. Sie wollen sich auch weiterhin mit viel Engagement einsetzen. Regionale Akteure müssen dabei in ihrer wichtigen Rolle als Betroffene, Gestalter und Umsetzer anerkannt und aktiv in die politische Diskussion und Entscheidungsfindung einbezogen werden. Auch die Gesetzgebungsprozesse müssen diesem Anspruch genügen.

Gleichzeitig ist die Energiewende ohne die breite Unterstützung der Bevölkerung nicht umsetzbar. Sie ist der Schlüssel zur Erhaltung einer lebenswerten (Um-)Welt, die von den Menschen vor Ort entscheidend mitgestaltet wird. Sie ist der Schlüssel für eine nachhaltige Regionalentwicklung, die insbesondere in strukturschwachen Regionen eine wirtschaftliche Entwicklung ermöglicht. Gefordert wird ein schneller und konsequenter Ausbau der erneuerbaren Energien. Ziel muss die vollständige Umstellung auf erneuerbare Energien im Strom-, Wärme- und Verkehrsbereich sein.

Das Kommuniqué wurde in einem bundesweiten Dialog von regionalen Akteuren erarbeitet und wird vom nationalen Netzwerk der 100ee-Regionen und seinen Unterstützern getragen. Dazu gehören Kommunen, Landkreise, Stadt- und Regionalwerke, Energiegenossenschaften sowie aktive Bürger, Wissenschaftler, Organisationen und Unternehmen. Die energiepolitisch besonders aktiven Regionen umfassen inzwischen Hunderte Kommunen, Landkreise und Städte in Deutschland, in denen mehr als 40 Mio. Menschen leben. Das Kommuniqué spiegelt die umfassenden Erfahrungen aus sechs bundesweiten 100ee-Regionen-Jahreskonferenzen  mit insgesamt mehr als 160 Fachforen und 3.000 aktiven Teilnehmern wider.

Gemeinsam fordern sie: