Neue Ziele für Europa: Konvent der BürgermeisterInnen klar positionieren

Neue Ziele für Europa: Konvent der BürgermeisterInnen klar positionieren
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22 wallonische Gemeinden sind bereits dem Konvent der BürgermeisterInnen beigetreten und haben einen SEAP zur Reduktion ihrer CO2-Emissionen um 20% bis 2020 entwickelt. Viele weitere arbeiten gerade daran. Zu erwähnen ist zum einen die Initiative Positive Energy Territories, zu der eine Gruppe von 16 Gemeinden in der Provinz Luxembourg gehört. Unterstützt werden die Gemeinden dabei vom technologischen Zentrum PEPS-Lux. Zum anderen die zehn Gemeinden der Picardy Wallonia, die Unterstützung von IDETA, der Agentur für wirtschaftlichen Entwicklung, erhalten.

Morgen ist 2020!

Angesichts der immer näher rückenden Deadline von 2020 fragen sich viele der Gemeinden, die gerade an einem Beitritt zum Konvent arbeiten, ob das Ziel einer Emissionsreduktion um 20 % in den nächsten fünf Jahren überhaupt noch realistisch ist.

Ihre SEAPs zielen vor allem darauf ab, verschiedene Stakeholder (LandwirtInnen, BürgerInnen, Firmen, Vereine, etc.) für Energiesparmaßnahmen und EE-Projekte zu mobilisieren.

Während sich manche der betreffenden Gemeinden auf Vereins- und Firmennetzwerke stützen können, die sich für die Energiewende einsetzen, starten andere mit sehr wenig Rückhalt und müssen deshalb viel Zeit und Ressourcen aufwenden, um Stakeholder zu sensibilisieren und zu einem nachhaltigen Engagement zu motivieren.

Darüber hinaus können viele Gemeindeprojekte erst dann effektiv umgesetzt werden, wenn diese auf regionaler Ebene geplant und gesteuert werden.

Zusätzlich werden die für 2018 geplanten Gemeinderatswahlen in Belgien die Durchführung vieler Projekte weiter verzögern, da es zu einem Personalwechsel in den Gemeindeämtern kommen wird.

Neue Ziele für Europa

Am 23. und 24. Oktober 2014 hat der Europäische Rat ein Paket an verbindlichen Klima- und Energiezielen für 2030 gebilligt:

• die Treibhausgasemissionen um 40% im Vergleich zu 1990 zu reduzieren,

• einen Anteil von mindestens 27 % an Erneuerbaren Energiequellen in der EU zu erreichen,

• die Energieeffizienz um mindestens 27 % zu verbessern (Mögliche Re-Evaluierung um 30% bis 2020),

• ein 10%-Mindestziel pro Mitgliedsstaat für den aktuellen Stromverbund zu erreichen, das nach Evaluierung um 15 % bis 2030 erhöht werden kann.

Die Tätigkeiten des Konvents der BürgermeisterInnen sollten nach diesen Zielen ausgerichtet werden. Die Mitgliedsgemeinden sollten dazu motiviert werden, die Emissionen auf ihrem Gebiet um 40 % bis 2030 zu reduzieren.

Zukunftsvision: 100 % EE im Jahr 2050

In the coming weeks, the municipalities and territorial coordinators of Wallonia will be invited by the Walloon Region to join the TEPOS Belgium network. 100% RES Communities target the goal of reducing their energy needs at the most by sobriety and energy efficiency, and cover the rest by local renewable energy ("100% renewables and more").

They therefore consider the 2020 and 2030 targets as intermediates in their overall strategy for energy transition.

For flexibility to promote the commitment of our communities!

Die Region Wallonien wird in den nächsten Wochen Gemeinde- und RegionsvertreterInnen einladen, dem Netzwerk TEPOS Belgium beizutreten.  Ziel von 100% EE-Gemeinden ist es, ihren Energiebedarf durch Energieeffizienz um ein Maximum zu reduzieren und den restlichen Bedarf durch lokal produzierte Energie aus Erneuerbaren Energiequellen zu decken ("100% Erneuerbare und mehr").

Daher betrachten sie die 2020 und 2030 Ziele als Zwischenststationen auf dem Weg zur Energiewende.

Flexibilität als Schlüssel zur Beteiligung und zum Engagement unserer Gemeinden!

Das Ziel ist nun, möglichst viele Gemeinden zum Konventsbeitritt zu motivieren. Um den Gemeinden diese Entscheidung zu erleichtern, sollen sie von nun an selbst den Zeitraum festlegen dürfen, in dem sie ihre Reduktionen und Energieeffizienzsteigerungen erreichen wollen.

Somit wird Gemeinden, die sich bereits dazu entschlossen haben, die Energiewende auf ihrem Gebiet im Rahmen der 2020 Vision zu erreichen, ermöglicht, ihr Engagement durch eine Mitgliedschaft beim Konvent der BürgermeisterInnen zu bekräftigen. Jenen Gemeinden, die sich erst jetzt dazu entschlossen haben, in Richtung Energiewende zu steuern, wird ein längerer, tatsächlich einhaltbarer Zeitrahmen zur Entwicklung ihrer Strategie als Teil einer 100% EE-Vision gewährt.